Angst vor Veränderung?

Angst vor Veränderung?

Die Welt scheint sich besonders durch Technisierung und Digitalisierung immer schneller zu drehen. Jeden Tag, nein jede Sekunde neue Informationen. Veränderungen scheinen uns schneller und öfter zu „erwischen“ als früher. Warum macht uns der stete Wandel bisweilen Angst und wie können wir besser damit umgehen?

Die meisten Menschen mögen Veränderungen – solange sie von ihnen selbst initiiert worden sind, wie zum Beispiel eine neue Einrichtung, ein schöner Urlaub,… Doch wenn von außen etwas Unerwartetes über uns hereinbricht, kann uns das ganz schön Unbehagen bereiten und sogar Angst machen.

Als wir noch Kinder waren, hatten wir vielleicht die Vorstellung, dass man irgendwann ankommt und alles so bleibt, wie es ist. Doch Erwachsensein ist kein stabiler Zustand. Gerade die Lebensmitte kann radikale Einschnitte mit sich bringen.

Warum sind Veränderungen so schwierig?
Menschen haben ein natürliches Bedürfnis nach Stabilität. Eine Veränderung kann ein Gefühl des Kontrollverlustes auslösen. Selbst unser Gehirn mag keine Veränderungen, da diese mehr Energie verbrauchen. Wenn alles routinemäßig abläuft, werden verstärkt Glückshormone ausgeschüttet. Kein Wunder also, dass wir Veränderungen (auch) als anstrengend empfinden. 
Trotzdem haben wir die Wahl, WIE wir mit Veränderungen umgehen. Kennst du vielleicht jemanden, der in jeder Situation gelassen bleibt? Das ist nicht (nur) Temperament-Sache, das kannst auch du lernen.

Wovon hängt es ab, wie (gut) du durch eine Krise kommst?

  • Betrachtest du den Wandel positiv oder negativ?
  • Bleibst du gerne in der Komfortzone oder bist du bereit, dich in die Veränderungszone zu begeben?
  • Welches Selbstbild hast du? Fühlst du dich der Situation gewachsen? Traust du dir die Entwicklung zu oder denkst du, du schaffst es nicht?
  • Bist du ein geduldiger Mensch, der der Veränderung die Zeit geben kann, die sie braucht?

Was kannst du im Falle einer (unerwarteten und/oder unangenehmen) Veränderung tun?

1. Die Veränderung annehmen
In den meisten Fällen kannst du nichts gegen die Veränderung tun. Es ist also, was es ist. Wenn du die Veränderung (innerlich) bekämpfst, wird dein Leid nur noch schlimmer. Versuche also die Veränderung anzunehmen: „Ok, …. ist passiert.“ Vielleicht hilft dir dabei mein Artikel „Die 5 Phasen des Annehmens“.

2. Die damit verbundenen Gefühle (Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit,…) zulassen.
Unangenehme Gefühle möchten wir nicht spüren. Es gibt viele Möglichkeiten damit umzugehen. Oft verdrängen wir sie, schlucken sie runter, lenken uns ab. Doch Gefühle haben eine Schutzfunktion. Daher ist es wichtig, sie zu fühlen. Wenn du sie zulässt, vergehen sie meist von selbst. Wenn du sie ablehnst, werden sie stärker, denn sie wollen gefühlt werden.

3. Perspektivenwechsel: Vorteile herausfinden
Welchen Vorteil kannst du daraus ziehen? Welche Chancen eröffnen sich dadurch für dich?
Das ist 0ft nicht einfach, da wir im gestressten Zustand einen Tunnelblick haben und es so schwierig ist, andere Perspektiven einzunehmen.

4. Probehandeln
Nutze die Fantasie, um dich in Veränderungen zu üben. Frage dich: „Wie möchtest du in 10 Jahren leben?“
Du gewinnst dadurch Handlungsoptionen und fühlst dich den Veränderungen weniger ausgeliefert.

5. Entdecke das Potential der Entwicklung
Vielleicht kennst du den Spruch „Man wächst mit der Herausforderung.“ Veränderungen bergen ein großes kreatives Potenzial in sich. Oft entwickeln wir gerade in herausfordernden Situationen ungeahnte Kräfte.

6. Ritual
Finde ein Ritual mit dem du dich vom Alten verabschieden kannst und das neue, das in dein Leben tritt, feierst.

„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, aber leben muss man es vorwärts.“
(Sören Kierkegaard)

Wenn du Schwierigkeiten mit einer Veränderung oder Veränderungen im Allgemeinen hast, kannst du dir einen Coach zuhilfe holen. Er/sie kann dir zum Beispiel dabei helfen, an deinem Selbstbild zu arbeiten oder statt dem Tunnelblick andere Perspektiven einzunehmen.
Gerne unterstütze auch ich dich dabei!
michaela@kopf-frei.at   0680/1242266   Ich freue mich auf deine Nachricht!

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